schau mal hier steht recht viel drin.
http://www.orchideenforum.de/kdb/index.php4
Das habe ich zusammengetragen aus Büchern und eigener Erfahrung.
März
Für die meisten Orchideen beginnt die Zeit des Wachstums, und damit steigt auch der Nährstoffbedarf. Sie sollten dem Gießwasser nun alle 2-3 Wochen wieder eine geringe Konzentration Dünger zusetzen. Auch die Wassergaben müssen gesteigert werden. Orchideen die wachsen und nicht mehr blühen können jetzt umgetopft werden. Die beste Zeit dafür ist gekommen, wenn die Wurzeln Wachstum zeigen. Vorsicht ist geboten, wenn die Sonne direkt auf die Orchideen scheint. Auch wenn die Pflanzen das im letzten Jahr vertragen haben, am Anfang des Frühlings müssen sie langsam an Sonnenlicht gewöhnt werden. Denken Sie besonders an diesen Punkt, wenn Sie Orchideen jetzt an ein anders Fenster stellen. Besonders wichtig ist es jetzt, auf Spinnmilben und andere saugende Insekten zu achten. Durch die höheren Temperaturen werden diese im Frühling wieder aktiv. Außerdem sind Orchideen durch den lichtarmen Winter geschwächt und deshalb besonders anfällig.
Nun ist auch die beste Zeit gekommen, um evt. gewachsene Kindel (z.B. an Phalaenopsis) von der Mutterpflanze zu trennen und einzutopfen. Insgesamt ist der Frühling eine arbeitsreiche Zeit für Orchideenfreunde.
Kalthaus: 10 - 14 °C
Temperiertes Haus: 16 - 20 °C
Warmhaus: 20 - 25 °C
Mai
Nach den Eisheiligen sehnen sich viele Orchideen nach einem Aufenthalt im Freien. Dies kann ein heller Balkon sein, aber auch ein geschützter Platz im Garten (z.B. in einem Obstbaum) eignet sich für die Unterbringung von Orchideen. Ideal ist ein Platz, der den Orchideen Luftfeuchte bietet. Nur die in der folgenden Liste aufgeführten Arten sind "Stubenhocker" und dürfen nicht im Freien kultiviert werden:
Aerangis
Angraecum
Bulbophyllum
Dendrobium phalaenopsis
Doritis
Dracula
Paphiopedilum (nur die geflecktlaubigen Arten)
Phalaenopsis
Auch im Mai sollte man noch daran denken, die Pflanzen langsam an direkte Morgen- oder Abendsonne zu gewöhnen, sonst können sie leicht verbrennen.
Kalthaus: 11 - 14 °C
Temperiertes Haus: 18 - 21 °C
Warmhaus: 20 - 25 °C
Juni und Juli
Kalthaus-Orchideen wie z.B. Coelogyne cristata sollten einen kühlen Platz bekommen (Garten oder Schlafzimmer), aber auch für alle anderen Orchideen ist Frischluft ein wichtiger Gesundheitsfaktor.
Zum Frauenschuh habe ich diese Information
Arten und Sorten Im Handel sind zahlreiche Arten. Besonders robust und leicht zu pflegen sind die Zuchtformen (Hybriden) des Frauenschuhs. Tipp: Kaufen Sie die „Revolverblüher“, die immer neue Blüten an einem Blütenstängel öffnen und dadurch bis zu zwei Jahre lang blühen können
Wuchs Beim Frauenschuh bringt jede Blattrosette nur einen Blütentrieb hervor. Danach bilden sich an den Blattachseln neue Rosetten, die im darauf folgenden Jahr blühen
Blüte Die Pflanze besitzt einen Blütenstand mit einer oder mehreren Blüten in Weiß, Gelb, Grün, Braun oder Rottönen. Die Blüten sind oft gestreift, gefleckt oder getigert
Standort Im Sommer halbschattig. Die Pflanzen können das ganze Jahr über bei Zimmertemperatur gehalten werden. Nur im September nach Triebabschluss empfiehlt es sich, die Orchidee zwei bis drei Wochen lang nachts kühl und tagsüber sonnig zu halten. halbschattiger bis heller, nicht vollsonniger Standort -warmer Standort, 20° - 25° C (gefleckt- laubige Arten) -mäßig warmer Standort, 15° - 20° C (grün- laubige Arten ) trockenwarme Luft ( Heizkörpernähe ) meiden - kühle Zugluft meiden -. Frauenschuhe möchten hell, aber absonnig stehen.
Winter reduzierte Wasser- und Nährstoffgabe, möglichst hell, aber auf keinen Fall vollsonnig stellen. Heizungswärme im Winter wird gut vertragen, wenn man nachts herunterdreht und tagsüber für indirekte Luftfeuchte sorgt. Nur P. insigne wünscht im Winter mehr Kühle (zwölf bis 15 Grad).
Blütezeit Dezember - April - nach der Blüte Stiel abschneiden
Gießen Gleichmäßig feucht halten. Zwischen dem Gießen sollte die Erde abtrocknen. Vorsicht: Blätter und das Herz der Pflanze beim Gießen unbedingt trocken halten, mag weiches, kalkarmes Wasser- Staunässe meiden -gegossen wird gleichmäßig mit weichem Wasser während der Wachs- und Blühperiode
Düngen Von April bis September kann man die Orchidee alle ein bis zwei Wochen schwach dosiert düngen, am besten mit Orchideendünger- Düngen: von März bis Oktober jede Woche.
Umtopfen Die Pflanze wird nach der Blüte in Orchideenerde umgetopft, falls das Substrat muffig riecht oder verdichtet ist- Umtopfen nur bei völliger Durchwurzelung in Orchideensubstrat, grünblättrige im Februar, die übrigen im Juni.
Vermehrung Beim Umtopfen durch Teilung möglich
Krankheiten und Schädlinge Blattläuse, Schildläuse und Spinnmilben können gelegentlich auftreten. Bei zu nasser Haltung Blattflecken durch Pilzbefall
Sie mögen alle einen schattigen und luftfeuchten Standort. Die grün- laubigen Arten können im Sommer auch sehr gut an schattigen Stellen im Garten stehen. Sie blühen dann besser, weil sie Regen und Tau ausgesetzt sind.
Im Winter, wie auch im Sommer reicht eine Temperatur von 15-20°C.
Sie sollten mit nicht allzu hartem Wasser gegossen werden und sie dürfen nicht ganz austrocknen. In der sommerlichen Wachstumsphase bei jedem Gießen düngen. In der Winterzeit nur einmal im Monat.
Phalaenopsis
PFLEGE:I m Sommer, wie auch im Winter 20-25°C.
Nur handwarmes Wasser zum gießen verwenden. Kein Wasser im Übertopf stehen lassen. Mäßig feucht halten. In der sommerlichen Wachstumsphase bei jeden 3. Gießen düngen. Im Winter nur 1mal im Monat mit der halben Konzentration.
VERMEHRUNG: Durch Bulben oder Teilung. Profis klonen diese Pflanze oder verwenden den Samen.
Standort heller, nicht sonniger (Sommer) kühlerer bis warmer Standort, 16° - 25° C - kühle Zugluft meiden. Als Standort ist ein Ost- oder Westfenster ideal, denn hier scheint keine Mittagssonne durch die Scheiben. Sie kann Blattverbrennungen und Blattflecken hervorrufen. Wenn kein geeignetes Ost- oder Westfenster vorhanden ist, kann die Orchidee auch an einem Südfenster stehen, muss aber hier über die Mittagszeit schattiert werden. Die Temperaturansprüche entsprechen in der Regel der Zimmertemperatur, also so um 20 – 24 °C.
Winter heller, auch sonniger Standort trockenwarme Luft ( Heizkörpernähe ) meiden- im Winter reduzierte Wasser- und Nährstoffgabe
zur Blütenförderung ca. 4 Wochen bei 16° C kühler und etwas trockener halten. Es ist dann von Vorteil, dass die Pflanze 3 Wochen nach der letzten Blüte in einen kühleren Raum gestellt wird.
Giesen gleichmäßig feucht halten, mag weiches, kalkarmes Wasser .Staunässe meiden. Das Wichtigste bei der Haltung dieser tropischen Pflanze ist das richtige Gießen. Je nach Standort ein- bis zweimal in der Woche und nur ein Schnapsglas voll reicht aus für diese anspruchslosen Exoten. Eine andere Möglichkeit für die Wasserversorgung ist das Tauchen der Pflanze. Dabei wird der Topf ganz ins Wasser gestellt und kurz stehen gelassen, damit die Wurzeln und das Substrat Wasser aufnehmen können. Anschließend muss die Orchidee allerdings erst abtropfen, bevor sie in ihren Übertopf zurückkommt. Tipp: Etwas Blähton oder Splitt im Übertopf oder Untersetzer verhindern, dass die Pflanze mit den Wurzeln im Wasser steht. Zudem kann überschüssiges Wasser verdunsten, wodurch die Luftfeuchtigkeit um die Wurzeln herum steigt. Zum Gießen sollte Regenwasser oder abgekochtes Wasser verwendet werden. Kalkhaltiges und salzreiches Leitungswasser bekommt der Pflanze nicht gut.
Düngen schwach flüssig düngen (1 x pro 8 Wochen mit Orchideendünger) . Gedüngt wird mit einem speziellen Orchideendünger, der auf die geringen Salzansprüche der Pflanze abgestimmt ist. Werden normale Blühpflanzendünger verwendet, dann muss die Konzentration halbiert oder gedrittelt werden. Im Winter wird alle vier Wochen und im Sommer alle zwei Wochen gedüngt. Die Konzentration richtet sich nach dem jeweiligen Dünger und steht auf dessen Verpackung.
Das Umtopfen erfolgt alle zwei bis drei Jahre im Laufe des Sommers, wobei die Pflanzen wieder in den gleichen oder nur eine Nummer größeren Topf gesetzt werden. Als Substrat wird spezielle Orchideenerde verwendet, die zum großen Teil aus Rindenstücken und Kokosfasern besteht. Blumenerde darf nicht genommen werden, denn diese ist zu nährstoffreich und hat keine ausreichende Luftkapazität für die Bedürfnisse der empfindlichen Orchideenwurzeln. Beim Umtopfen werden nur alte und faule Wurzeln entfernt. Die gesunden werden möglichst vorsichtig in den Topf gehalten und dann mit Erde aufgefüllt. Ein Teil der Luftwurzeln kann mit eingetopft werden, dies ist aber nicht zwingend notwendig, da die Orchidee auch über die Luftwurzeln Nährstoffe und Feuchtigkeit aufnimmt.
April
Die Frühjahrsblüher unter den Orchideen stehen nun in voller Blüte, andere Orchideen wachsen kräftig. Sind die Jahrestriebe dieser Orchideen ca. 1/4 so groß wie die alten Triebe, können sie meist umgetopft werden. Auch hier ist das Wurzelwachstum ausschlaggebend für den Erfolg. Die Pflanzen sollten am Tag zuvor kräftig gegossen werden. Nach dem Umtopfen ist das Gießen für 3-5 Tage ganz einzustellen. Das beugt einer Fäulnis im Wurzelbereich vor.
Alle Orchideen können vormittags regelmäßig leicht eingesprüht werden. Sonnenempfindliche Orchideen wie z.B. Phalaenopsis müssen nun unbedingt vor der Mittagssonne geschützt werden. Zwar sollte man es vermeiden, Orchideen jede Woche an einen anderen Platz zu stellen, zweimal im Jahr vertragen die Pflanzen einen Umzug jedoch sehr gut. Auch Düngergaben können weiter gesteigert werden, wenn Wachstum zu beobachten ist. Bei besonders salzempfindlichen Orchideen darf selbst Orchideendünger nur halb so stark dosiert werden, wie es auf der Packung vermerkt ist.
Richtig gießen
Der Feind Nr. 1 jeder Orchidee wurde schon genannt: die Fäulnis. Sie führt innerhalb von wenigen Wochen zum Tod der Pflanze. Viele Orchideen die zu Hause auf der Fensterbank gepflegt werden, ereilt dieses Schicksal aus nur einem Grund: sie werden totgegossen. Einige Orchideen kommen zwar aus dem feuchten Regenwald, jedoch leben sie meist auf Bäumen. Dort trocknen sie nach einem Regen innerhalb kurzer Zeit wieder ab. Gießen sie also mit bedacht. Bei einem Topf mittlerer Größe reicht es, im Winter einmal in der Woche zu gießen. Im Sommer sollte man dies zweimal in der Woche tun. Wie oft eine Orchidee genau gegossen werden muss, hängt von der Topfgröße und natürlich von der Art der Orchidee ab. Es gibt aber einen einfachen Trick, mit dem man überprüfen kann, ob die Orchidee Wasser braucht: man hebt sie kurz an. Erscheint die Pflanze ungewöhnlich leicht, muss gegossen werden. Ist der Topf noch schwer, kann mit dem Gießen noch gewartet werden. Das Orchideensubstrat darf also zwischen den Wassergaben deutlich abtrocknen. Als zweite Faustregel gilt: wächst die Orchidee, braucht sie mehr Wasser, zeigt sie kein aktives Wachstum, sollte man das Giessen einschränken.
Wenn gegossen wird, sollte dies stark erfolgen. Das überschüssige Wasser muss unten aus dem Topf herauslaufen. Töpfe in denen Orchideen verkauft werden, haben Löcher im Boden, aus denen das Wasser abfließen kann. Stellt man die Pflanze in einen Übertopf, wird sie zum Giessen am besten aus diesem entnommen. Überschüssiges Wasser kann sich so nicht im Übertopf sammeln und die Orchidee ertränken. Zusätzlich ist es sinnvoll, eine 2-3 cm dicke Schicht Blähton oder Kiesel auf den Grund des Übertopfes legen. Nachträglich aus dem Topf fließendes Wasser wird so von dieser Schicht aufgenommen. Auf keinen Fall darf die Pflanze im Wasser stehen, sonst ist Fäulnis vorprogrammiert. Zum Gießen eignet sich sauberes Regenwasser am besten. Leider ist dies in der Stadt schwer zu besorgen. Nach meiner Erfahrung vertragen die robusten Orchideen-Hybride (Kreuzungen) wie sie für Anfänger geeignet sind, auch normales, evt. abgestandenes Leitungswasser. Einen besonderen Gefallen tut man den Orchideen, wenn man das Gießwasser zuvor über einen Wasserfilter gibt, um es zu enthärten. Solche Filter werden in jedem Kaufhaus angeboten und dienen eigentlich zur Herstellung von besonders weichem Teewasser u. ä. Das verwendete Wasser sollte Zimmertemperatur haben. Niemals sollten Wassertropfen nach dem Giessen auf der Pflanze zurückbleiben, da dies schnell zur Verbreitung von Pilzen führt, welche sich durch Flecken auf den Blättern bemerkbar machen.
Düngen - weniger ist mehr
Orchideen sind wahre Hungerkünstler, denn in den Baumkronen der Urwaldbäume bekommen sie zwar mehr Licht als am Boden, aber das Nährstoffangebot ist hier sehr bescheiden. Man tun also keiner Orchidee einen Gefallen, wenn man sie einmal in der Woche kräftig düngt. Die Wurzeln sind sehr salzempfindlich und sterben bei zu hohen Düngergaben ab. Für die Düngung gilt eine einfache Regel: Wächst an der Orchidee ein neues Blatt oder ein Trieb, sollte gedüngt werden. Wächst die Orchidee nicht, kann auf die Düngung verzichtet werden. Da die meisten Orchideen vom Frühling bis zum Herbst im Wachstum sind, sollte in dieser Zeit alle 2-4 Wochen gedüngt werden. Auf jeden Fall ist zwischen den Düngergaben immer mit reinem Wasser zu gießen, um Salzreste auszuspülen. Im Winter sind die Düngergaben stark zu reduzieren.
Am besten eignet sich ein Orchideendünger, den es in jedem Gartencenter zu kaufen gibt. Orchideendünger sind von ihrer Nährstoffzusammensetzung speziell auf die Bedürfnisse dieser Pflanzen zugeschnitten und sind stärker verdünnt als andere Dünger. Nie sollte die auf der Packung angegebene Konzentration überschritten werden, eher ist es sinnvoll, nur mit halber Konzentration zu düngen.
Orchideen vermehren
Vermehrung durch Kindel
Manchmal entwickeln sich plötzlich Blätter, wo eigendlich eine Büte sein soll.
Das Kindel braucht mindestens 2 Blätter und mehrere cm lange Wurzeln.
Bis es soweit ist sollte das Kindel hin und wieder mit Dünger angesprüht werden, damit es kräfztig wird.
Sobald die Wurzeln lang genug sind werden sie mit einem scharfen sauberen Messer von der Mutterpflanze getrennt, und in Orchideenerde gesetzt.
Anfangs sehr vorsichtig gießen, die Blätter öfters besprühen,
bis die Wurzeln sich umgestellt haben.
Ich selbst habe im letzten Jahr so ein Kindel eingepflanzt im Moment bekommt sie eine Blütenrispe.