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Zimmerpflanzen Aralie bis Zyperngras...

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Alt 03.06.2007, 09:59   #1 (permalink)
Thomas
 
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Standard Orchideenpflege

Hallo zusammen

Wie haltet ihr es mit der Pfege eurer Orchies. Wie gießt ihr sie, wann setzt ihr sie um, wo stehen sie bei euch (Licht) usw. usf. - wäre sicherlich mal ein schöner Austausch hier.

Bei der Gelgenheit möchte ich die hier mal zeigen. :roll:



Vor zwei Jahren schien die hier kaputt zu gehen. Der Blütenstiel vertrocknete nach der Blüte und die Blätter wurden schrumpelig. Ich wollte sie einfach nicht wegwerfen, da ich so ziemlich allem noch eine Chance gebe was irgendwie mal komisch ausschaut. Naja, ich hätte nicht gedacht, dass sich da nochmal was bewegt, bis ich vor ein paar Tagen diesen neuen Blütenstil entdeckte. :hurra: :hurra: :hurra: Das ist eine lila blühende Pahleonopsis. Jetzt werde ich sie weiterpflegen und abwarten was mich noch so erwartet.
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Alt 03.06.2007, 10:09   #2 (permalink)
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schau mal hier steht recht viel drin.
http://www.orchideenforum.de/kdb/index.php4

Das habe ich zusammengetragen aus Büchern und eigener Erfahrung.

März

Für die meisten Orchideen beginnt die Zeit des Wachstums, und damit steigt auch der Nährstoffbedarf. Sie sollten dem Gießwasser nun alle 2-3 Wochen wieder eine geringe Konzentration Dünger zusetzen. Auch die Wassergaben müssen gesteigert werden. Orchideen die wachsen und nicht mehr blühen können jetzt umgetopft werden. Die beste Zeit dafür ist gekommen, wenn die Wurzeln Wachstum zeigen. Vorsicht ist geboten, wenn die Sonne direkt auf die Orchideen scheint. Auch wenn die Pflanzen das im letzten Jahr vertragen haben, am Anfang des Frühlings müssen sie langsam an Sonnenlicht gewöhnt werden. Denken Sie besonders an diesen Punkt, wenn Sie Orchideen jetzt an ein anders Fenster stellen. Besonders wichtig ist es jetzt, auf Spinnmilben und andere saugende Insekten zu achten. Durch die höheren Temperaturen werden diese im Frühling wieder aktiv. Außerdem sind Orchideen durch den lichtarmen Winter geschwächt und deshalb besonders anfällig.
Nun ist auch die beste Zeit gekommen, um evt. gewachsene Kindel (z.B. an Phalaenopsis) von der Mutterpflanze zu trennen und einzutopfen. Insgesamt ist der Frühling eine arbeitsreiche Zeit für Orchideenfreunde.

Kalthaus: 10 - 14 °C
Temperiertes Haus: 16 - 20 °C
Warmhaus: 20 - 25 °C

Mai

Nach den Eisheiligen sehnen sich viele Orchideen nach einem Aufenthalt im Freien. Dies kann ein heller Balkon sein, aber auch ein geschützter Platz im Garten (z.B. in einem Obstbaum) eignet sich für die Unterbringung von Orchideen. Ideal ist ein Platz, der den Orchideen Luftfeuchte bietet. Nur die in der folgenden Liste aufgeführten Arten sind "Stubenhocker" und dürfen nicht im Freien kultiviert werden:

Aerangis
Angraecum
Bulbophyllum
Dendrobium phalaenopsis
Doritis
Dracula
Paphiopedilum (nur die geflecktlaubigen Arten)
Phalaenopsis

Auch im Mai sollte man noch daran denken, die Pflanzen langsam an direkte Morgen- oder Abendsonne zu gewöhnen, sonst können sie leicht verbrennen.

Kalthaus: 11 - 14 °C
Temperiertes Haus: 18 - 21 °C
Warmhaus: 20 - 25 °C


Juni und Juli
Kalthaus-Orchideen wie z.B. Coelogyne cristata sollten einen kühlen Platz bekommen (Garten oder Schlafzimmer), aber auch für alle anderen Orchideen ist Frischluft ein wichtiger Gesundheitsfaktor.

Zum Frauenschuh habe ich diese Information

Arten und Sorten Im Handel sind zahlreiche Arten. Besonders robust und leicht zu pflegen sind die Zuchtformen (Hybriden) des Frauenschuhs. Tipp: Kaufen Sie die „Revolverblüher“, die immer neue Blüten an einem Blütenstängel öffnen und dadurch bis zu zwei Jahre lang blühen können

Wuchs Beim Frauenschuh bringt jede Blattrosette nur einen Blütentrieb hervor. Danach bilden sich an den Blattachseln neue Rosetten, die im darauf folgenden Jahr blühen

Blüte Die Pflanze besitzt einen Blütenstand mit einer oder mehreren Blüten in Weiß, Gelb, Grün, Braun oder Rottönen. Die Blüten sind oft gestreift, gefleckt oder getigert

Standort Im Sommer halbschattig. Die Pflanzen können das ganze Jahr über bei Zimmertemperatur gehalten werden. Nur im September nach Triebabschluss empfiehlt es sich, die Orchidee zwei bis drei Wochen lang nachts kühl und tagsüber sonnig zu halten. halbschattiger bis heller, nicht vollsonniger Standort -warmer Standort, 20° - 25° C (gefleckt- laubige Arten) -mäßig warmer Standort, 15° - 20° C (grün- laubige Arten ) trockenwarme Luft ( Heizkörpernähe ) meiden - kühle Zugluft meiden -. Frauenschuhe möchten hell, aber absonnig stehen.

Winter reduzierte Wasser- und Nährstoffgabe, möglichst hell, aber auf keinen Fall vollsonnig stellen. Heizungswärme im Winter wird gut vertragen, wenn man nachts herunterdreht und tagsüber für indirekte Luftfeuchte sorgt. Nur P. insigne wünscht im Winter mehr Kühle (zwölf bis 15 Grad).

Blütezeit Dezember - April - nach der Blüte Stiel abschneiden

Gießen Gleichmäßig feucht halten. Zwischen dem Gießen sollte die Erde abtrocknen. Vorsicht: Blätter und das Herz der Pflanze beim Gießen unbedingt trocken halten, mag weiches, kalkarmes Wasser- Staunässe meiden -gegossen wird gleichmäßig mit weichem Wasser während der Wachs- und Blühperiode

Düngen Von April bis September kann man die Orchidee alle ein bis zwei Wochen schwach dosiert düngen, am besten mit Orchideendünger- Düngen: von März bis Oktober jede Woche.

Umtopfen Die Pflanze wird nach der Blüte in Orchideenerde umgetopft, falls das Substrat muffig riecht oder verdichtet ist- Umtopfen nur bei völliger Durchwurzelung in Orchideensubstrat, grünblättrige im Februar, die übrigen im Juni.

Vermehrung Beim Umtopfen durch Teilung möglich

Krankheiten und Schädlinge Blattläuse, Schildläuse und Spinnmilben können gelegentlich auftreten. Bei zu nasser Haltung Blattflecken durch Pilzbefall

Sie mögen alle einen schattigen und luftfeuchten Standort. Die grün- laubigen Arten können im Sommer auch sehr gut an schattigen Stellen im Garten stehen. Sie blühen dann besser, weil sie Regen und Tau ausgesetzt sind.
Im Winter, wie auch im Sommer reicht eine Temperatur von 15-20°C.
Sie sollten mit nicht allzu hartem Wasser gegossen werden und sie dürfen nicht ganz austrocknen. In der sommerlichen Wachstumsphase bei jedem Gießen düngen. In der Winterzeit nur einmal im Monat.

Phalaenopsis

PFLEGE:I m Sommer, wie auch im Winter 20-25°C.
Nur handwarmes Wasser zum gießen verwenden. Kein Wasser im Übertopf stehen lassen. Mäßig feucht halten. In der sommerlichen Wachstumsphase bei jeden 3. Gießen düngen. Im Winter nur 1mal im Monat mit der halben Konzentration.

VERMEHRUNG: Durch Bulben oder Teilung. Profis klonen diese Pflanze oder verwenden den Samen.

Standort heller, nicht sonniger (Sommer) kühlerer bis warmer Standort, 16° - 25° C - kühle Zugluft meiden. Als Standort ist ein Ost- oder Westfenster ideal, denn hier scheint keine Mittagssonne durch die Scheiben. Sie kann Blattverbrennungen und Blattflecken hervorrufen. Wenn kein geeignetes Ost- oder Westfenster vorhanden ist, kann die Orchidee auch an einem Südfenster stehen, muss aber hier über die Mittagszeit schattiert werden. Die Temperaturansprüche entsprechen in der Regel der Zimmertemperatur, also so um 20 – 24 °C.

Winter heller, auch sonniger Standort trockenwarme Luft ( Heizkörpernähe ) meiden- im Winter reduzierte Wasser- und Nährstoffgabe

zur Blütenförderung ca. 4 Wochen bei 16° C kühler und etwas trockener halten. Es ist dann von Vorteil, dass die Pflanze 3 Wochen nach der letzten Blüte in einen kühleren Raum gestellt wird.

Giesen gleichmäßig feucht halten, mag weiches, kalkarmes Wasser .Staunässe meiden. Das Wichtigste bei der Haltung dieser tropischen Pflanze ist das richtige Gießen. Je nach Standort ein- bis zweimal in der Woche und nur ein Schnapsglas voll reicht aus für diese anspruchslosen Exoten. Eine andere Möglichkeit für die Wasserversorgung ist das Tauchen der Pflanze. Dabei wird der Topf ganz ins Wasser gestellt und kurz stehen gelassen, damit die Wurzeln und das Substrat Wasser aufnehmen können. Anschließend muss die Orchidee allerdings erst abtropfen, bevor sie in ihren Übertopf zurückkommt. Tipp: Etwas Blähton oder Splitt im Übertopf oder Untersetzer verhindern, dass die Pflanze mit den Wurzeln im Wasser steht. Zudem kann überschüssiges Wasser verdunsten, wodurch die Luftfeuchtigkeit um die Wurzeln herum steigt. Zum Gießen sollte Regenwasser oder abgekochtes Wasser verwendet werden. Kalkhaltiges und salzreiches Leitungswasser bekommt der Pflanze nicht gut.

Düngen schwach flüssig düngen (1 x pro 8 Wochen mit Orchideendünger) . Gedüngt wird mit einem speziellen Orchideendünger, der auf die geringen Salzansprüche der Pflanze abgestimmt ist. Werden normale Blühpflanzendünger verwendet, dann muss die Konzentration halbiert oder gedrittelt werden. Im Winter wird alle vier Wochen und im Sommer alle zwei Wochen gedüngt. Die Konzentration richtet sich nach dem jeweiligen Dünger und steht auf dessen Verpackung.

Das Umtopfen erfolgt alle zwei bis drei Jahre im Laufe des Sommers, wobei die Pflanzen wieder in den gleichen oder nur eine Nummer größeren Topf gesetzt werden. Als Substrat wird spezielle Orchideenerde verwendet, die zum großen Teil aus Rindenstücken und Kokosfasern besteht. Blumenerde darf nicht genommen werden, denn diese ist zu nährstoffreich und hat keine ausreichende Luftkapazität für die Bedürfnisse der empfindlichen Orchideenwurzeln. Beim Umtopfen werden nur alte und faule Wurzeln entfernt. Die gesunden werden möglichst vorsichtig in den Topf gehalten und dann mit Erde aufgefüllt. Ein Teil der Luftwurzeln kann mit eingetopft werden, dies ist aber nicht zwingend notwendig, da die Orchidee auch über die Luftwurzeln Nährstoffe und Feuchtigkeit aufnimmt.

April

Die Frühjahrsblüher unter den Orchideen stehen nun in voller Blüte, andere Orchideen wachsen kräftig. Sind die Jahrestriebe dieser Orchideen ca. 1/4 so groß wie die alten Triebe, können sie meist umgetopft werden. Auch hier ist das Wurzelwachstum ausschlaggebend für den Erfolg. Die Pflanzen sollten am Tag zuvor kräftig gegossen werden. Nach dem Umtopfen ist das Gießen für 3-5 Tage ganz einzustellen. Das beugt einer Fäulnis im Wurzelbereich vor.
Alle Orchideen können vormittags regelmäßig leicht eingesprüht werden. Sonnenempfindliche Orchideen wie z.B. Phalaenopsis müssen nun unbedingt vor der Mittagssonne geschützt werden. Zwar sollte man es vermeiden, Orchideen jede Woche an einen anderen Platz zu stellen, zweimal im Jahr vertragen die Pflanzen einen Umzug jedoch sehr gut. Auch Düngergaben können weiter gesteigert werden, wenn Wachstum zu beobachten ist. Bei besonders salzempfindlichen Orchideen darf selbst Orchideendünger nur halb so stark dosiert werden, wie es auf der Packung vermerkt ist.

Richtig gießen

Der Feind Nr. 1 jeder Orchidee wurde schon genannt: die Fäulnis. Sie führt innerhalb von wenigen Wochen zum Tod der Pflanze. Viele Orchideen die zu Hause auf der Fensterbank gepflegt werden, ereilt dieses Schicksal aus nur einem Grund: sie werden totgegossen. Einige Orchideen kommen zwar aus dem feuchten Regenwald, jedoch leben sie meist auf Bäumen. Dort trocknen sie nach einem Regen innerhalb kurzer Zeit wieder ab. Gießen sie also mit bedacht. Bei einem Topf mittlerer Größe reicht es, im Winter einmal in der Woche zu gießen. Im Sommer sollte man dies zweimal in der Woche tun. Wie oft eine Orchidee genau gegossen werden muss, hängt von der Topfgröße und natürlich von der Art der Orchidee ab. Es gibt aber einen einfachen Trick, mit dem man überprüfen kann, ob die Orchidee Wasser braucht: man hebt sie kurz an. Erscheint die Pflanze ungewöhnlich leicht, muss gegossen werden. Ist der Topf noch schwer, kann mit dem Gießen noch gewartet werden. Das Orchideensubstrat darf also zwischen den Wassergaben deutlich abtrocknen. Als zweite Faustregel gilt: wächst die Orchidee, braucht sie mehr Wasser, zeigt sie kein aktives Wachstum, sollte man das Giessen einschränken.

Wenn gegossen wird, sollte dies stark erfolgen. Das überschüssige Wasser muss unten aus dem Topf herauslaufen. Töpfe in denen Orchideen verkauft werden, haben Löcher im Boden, aus denen das Wasser abfließen kann. Stellt man die Pflanze in einen Übertopf, wird sie zum Giessen am besten aus diesem entnommen. Überschüssiges Wasser kann sich so nicht im Übertopf sammeln und die Orchidee ertränken. Zusätzlich ist es sinnvoll, eine 2-3 cm dicke Schicht Blähton oder Kiesel auf den Grund des Übertopfes legen. Nachträglich aus dem Topf fließendes Wasser wird so von dieser Schicht aufgenommen. Auf keinen Fall darf die Pflanze im Wasser stehen, sonst ist Fäulnis vorprogrammiert. Zum Gießen eignet sich sauberes Regenwasser am besten. Leider ist dies in der Stadt schwer zu besorgen. Nach meiner Erfahrung vertragen die robusten Orchideen-Hybride (Kreuzungen) wie sie für Anfänger geeignet sind, auch normales, evt. abgestandenes Leitungswasser. Einen besonderen Gefallen tut man den Orchideen, wenn man das Gießwasser zuvor über einen Wasserfilter gibt, um es zu enthärten. Solche Filter werden in jedem Kaufhaus angeboten und dienen eigentlich zur Herstellung von besonders weichem Teewasser u. ä. Das verwendete Wasser sollte Zimmertemperatur haben. Niemals sollten Wassertropfen nach dem Giessen auf der Pflanze zurückbleiben, da dies schnell zur Verbreitung von Pilzen führt, welche sich durch Flecken auf den Blättern bemerkbar machen.

Düngen - weniger ist mehr

Orchideen sind wahre Hungerkünstler, denn in den Baumkronen der Urwaldbäume bekommen sie zwar mehr Licht als am Boden, aber das Nährstoffangebot ist hier sehr bescheiden. Man tun also keiner Orchidee einen Gefallen, wenn man sie einmal in der Woche kräftig düngt. Die Wurzeln sind sehr salzempfindlich und sterben bei zu hohen Düngergaben ab. Für die Düngung gilt eine einfache Regel: Wächst an der Orchidee ein neues Blatt oder ein Trieb, sollte gedüngt werden. Wächst die Orchidee nicht, kann auf die Düngung verzichtet werden. Da die meisten Orchideen vom Frühling bis zum Herbst im Wachstum sind, sollte in dieser Zeit alle 2-4 Wochen gedüngt werden. Auf jeden Fall ist zwischen den Düngergaben immer mit reinem Wasser zu gießen, um Salzreste auszuspülen. Im Winter sind die Düngergaben stark zu reduzieren.
Am besten eignet sich ein Orchideendünger, den es in jedem Gartencenter zu kaufen gibt. Orchideendünger sind von ihrer Nährstoffzusammensetzung speziell auf die Bedürfnisse dieser Pflanzen zugeschnitten und sind stärker verdünnt als andere Dünger. Nie sollte die auf der Packung angegebene Konzentration überschritten werden, eher ist es sinnvoll, nur mit halber Konzentration zu düngen.

Orchideen vermehren
Vermehrung durch Kindel

Manchmal entwickeln sich plötzlich Blätter, wo eigendlich eine Büte sein soll.
Das Kindel braucht mindestens 2 Blätter und mehrere cm lange Wurzeln.
Bis es soweit ist sollte das Kindel hin und wieder mit Dünger angesprüht werden, damit es kräfztig wird.
Sobald die Wurzeln lang genug sind werden sie mit einem scharfen sauberen Messer von der Mutterpflanze getrennt, und in Orchideenerde gesetzt.
Anfangs sehr vorsichtig gießen, die Blätter öfters besprühen,
bis die Wurzeln sich umgestellt haben.

Ich selbst habe im letzten Jahr so ein Kindel eingepflanzt im Moment bekommt sie eine Blütenrispe.
kaktus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.06.2007, 10:11   #3 (permalink)
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Orchideen im Sommer ins Freie?

Phalaenopsis
Ein Aufenthalt im Freien ist nicht zu empfehlen, da die Nachttemperaturen auch im Sommer häufig zu niedrig ist.

Miltonia
Ein Aufenthalt im Freien ( Mai bis ende September) ist sehr zu empfehlen.
Sie sollte halbschattig stehen, direkte Sonne ist zu vermeiden.

Cattleya
Ein Aufenthalt im Freien ist an einem regengeschützten Platz im Garten möglich.
Bei Temperaturen unter 12° C muß sie wieder ins Haus.
Im Freien ist sie ein Leckerbissen für Ameisen und Schnecken.

Cymbidium
Ein Aufenthalt im Freien ist nicht nur möglich, sondern erwünscht.
Sie mag einen hellen Standort, bei vorsichtiger Eingewöhnung, sogar volle Sonne.
Wichtig ist eine hohe Luftfeuchtigkeit, durch sprühen am Morgen erzeuge ich wenn es nötig ist, künstlichen Tau.
Vor zuviel Regen sowie der Sonne sollte sie geschützt werden.
Bis Oktober kann sie im Freien bleiben, muß jedoch vor dem ersten Frost wieder ins Haus.

Dendrobium
Ein Aufenthalt im Freien ist nur bei den kühlen und temperierten Arten und Züchtungen möglich.
Zuerst wird sie an einen halbschattigen Platz gestellt, später wird sie an das Licht gewöhnt und in die vollen Sonne gestellt.
Vor Dauerregen ist sie zu schützen.

Vanda
Ein Aufenthalt im Freien ist nur Sinnvol für die aus kühleren Gebieten stammenden Arten.
Sie müßen langsam ans Licht gewöhnt werden, vertragen dann aber auch pralle Sonne.
Zu schützen ist sie vor Dauerregen und nasskalten Witterungen.
Sie sollte rechtzeitig im September wieder eingeräumt werden.

Zygopetalum
Ein Aufenthalt im Freien ist an einem halbschattigen, geschützten Platz, von Juni bis September zu empfehlen.

Epidendrum
Ein Aufenthalt im Freien ist, von Mitte Mai bis Mitte September, zu empfehlen.
Der Platz sollte hallbschattig sein.

Calanthe
Ein Aufenthalt im Freien sollte vermieden werden, wegen der weichen, empfindlicher Blätter.

Phaius
Ein Aufenthalt im Freien sollte vermieden werden, da die Wärme Nachts meist nicht ausreicht.

Diese drei sollten drinnen bleiben
Phalaenopsis,
Phaiu,
Calanthe

Kulturprobleme
Schäden am Substrat

Weiße oder graue Ablagerung auf der Oberfläche
Wenn zu hartes Gießwasser benützt wird, bleiben durch das verdunsten auf der Supstratoberfläche Salze zurück.
Sind auch die Luftwurzeln betroffen, kommt es oft zu Wurzelschäden ( haupsächlich bei dünnen Luftwurzeln)

Pilsrasen auf der Substratoberfläche
Tritt meist bei der Rinde aber auch bei Torf auf.
es kann schon kurz nach dem Umtopfen auftreten, ist aber nicht schlimm und verliert sich meistens von selbst.
Die Oberfläche sollte immer wieder aufgeraut werden.

Algen und Moos auf der Oberfläche
Ist ein Zeichen für zu hohe Feuchtigkeit.
Soweit es möglich ist, trocken halten und die obere Substratschicht erneuern.

Springwänze, kleine farblose 1- 4 mm lange farblose Tiere
Bei erdigem Substrat springen gerne beim Gießen Springschwänze hoch.
Diese kleine Insekten leben gerne in feuchter Umgebung und ernähren sich von verrotedem Substrat- und Pflanzenteile.
Sie sind nivcht wirklich schädlich.
Bei einem Massenbefall können allerdings Wurzelspitzen und junge Pflanzenteile angefressen werden.
Das beste Gegenmittel ist das Substrat trocken zu halten.

Kleine schwarze Mücken, Trauermücken
Wen beim dem Berühren der Orchidee oder beim Gießen, 3 mm kleine Tierchen mit schwarzem Körper und schwarzen Flügel wegfliegen, handelt es sich um die.
Sie vermehren sich in feuchtem, torfreichem Substrat, darin entwickeln sie bis zu 7mm lange , weißgraue Maden..
Die Maden fressen an der Wurzeln und die Stängelbasis.
Nach Möglichkeit die Pflanze trocken halten.
Oft sind Trauermückenlarven in Verbindung mit Pilzbefall an den dicken Wurzel der Phalaenopsis zu finden.
Eine solche schon geschwächte Pflanze durch den Schadpilz läd zur Eiablage ein.

Schäden an Blätter, Wurzeln und Bulben.

Die Wurzeln sind braun verfärbt
Das ist oft ein Zeichen von zuviel Wasser und nicht selten in Verbindung mit zu niedrigen Bodentemperaturen.
Etwas sparsameres Gießen schafft meistens Abhilfe.
Die Folge von solchen Schäden sind Bakteriosen und Pilze.
Bei einigen Orchideen tritt dabei auch eine Schädigung des Blattes auf, die Zieharmonikawuchs genannt wird.

Blätter und Spross faulen vom Grund her( Herzfäule), oder weiße dunkleVertiefungen in der Oberfläche auf Bulben verfärben sichbraun bis schwarz.
Das ist ein Zeichen dafür, dass die Feuchtigkeit im Wurzelbereich zu hoch oder die Bodentemperatur zu niedrig war.
Diese Pflanzen sind nicht mehr zu retten.

Die häufige Folgen sind der Befall von Blatt und Stengelfäule sowie Blütenfäule durch verschiedene Pilze, wie z. B. Bortrytis cinera der fast auf allen Pflanzenteile wächst.

Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit tritt mausgrauer Sporenrasen (Grauschiummel) auf, der auf den Blüten als dunkler Punkt sichtbar wird.

Daneben tritt Schwarzfäule an den Wurzeln, Rhizomen, Stängeln und Blätter auf
Die Pilze dringen in die Orchidee ein und scheiden doprt pflanzengiftige vStoffe aus.
In kürzerster Zeit kommt es zur Nassfäule bis zum Verfall der Pflanzenteile.

Blätter sind durchscheinend
Die Ursache können Bakterienerkrankungen sein.
Einer gesunden Pflanze können Bakterien nichts anhaben.
Bakterien sind auf offenen Wunden oder Spaltöffnungen angewiesen.
Die Fäule beginnt meistens an der Blattbasis und bereitet sich dann über das ganze Blatt aus.
Sehr schnell kann sich diese Nassfäule über die ganze Pflanze ausbreiten.
kaktus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.06.2007, 10:14   #4 (permalink)
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Blätter werden trocken und fallen ab
Dies ist üblich bei allen Pflanzen mit strenger Ruhezeit (z. B. Calanthe und Lycaste.
Bei der Ruhezeit herrschen niedrige Temperaturen oder Trockenheit.
Alle Pflöanzen verlieren einzelne ältere Blätter, während sich gleichzeitig neue bilden.
Wassermangel ist es selten die Ursache ist eher zu viel Wasser.

Blätter werden hellgrün oder gelblich grün
Lichtmangel oder Stickstoffmangel bewirken ein vorzeitiges Gelbfärben und Blattabnfall.
Möglicherweise sind die Pflanzen von saugenden Schädlingen befallen.

Die Blätter sind klebrig
Dabei handelt es sich in der Regel um Ausscheidungen von Läusen.
Bei klebrige Stellen am Stiel kann die Ursache auch an zu niedriger Temperatur liegen.

Aus den Blättern treten am Rand oder an der Spitze Wassertropfen hervor
Das ist eine normale erscheinung bei bestimmten Arten wie z. B. der Phalaenopsis.

Die Blätter sind gekräuselt oder rollen sich ein.
Die Ursache sind meistens Wurzelschäden, typisch ist hier der Ziehharmonikawuchs bei Miltonia und Mehrgattungshybriden..
Es kann allerdings auch eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit schuld daran sein.
Gekräuselte oder defomierte Blätter zeigen in der Regel einen Befall mit Schädlingen oder eine Infektion durch Viren an.
Besonders häufig sind es Schäden durch Spinnmilben.

Orchideen und Seramis


Phalaenopsis ist geeignet
Miltona ist geeignet, in der Ruhezeit nicht gießen
Mehrgattungs- Hybriden ist geeignet, in der Ruhezeit nicht gießen
Cattleya ist geeignet, in der Ruhezeit nicht gießen
Cymbidium ist ausgezeichnet geeignet, in der Ruhezeit nicht gießen
Paphiopedilum ist sehr gut geeignet
Dendrobiumist weniger geeignet
Vanda ist nicht geeignet
Zygopetalum ist geeignet, in der Ruhezeit nicht gießen
Calanthe ist nicht geeignet
Phaius ist geeignet

Ich selbst, habe alle meine Orchideen in Orchideenerde stehen da ich da besser die Wurzeln beobachten kann.

Orideen auf Hydrokultur umstellen
Grundsätzlich sollte man nur Orchideen mit Neutrieb umstellen.
Zum Ausprobieren haben sich Phalaenopsis als besonders geeignet erwiesen.
So geht man vor: den Pflanzstoff vollständig entfernen und auswaschen.
Beschädigte Wurzeln abschneiden.
Möglichst nicht in gesunde Wurzeln schneiden.
Immer ein scharfes Messer verwenden und Holzkohlenpulver bereit halten.
Pflanze abtrocknen lassen, gewaschenen, Blähton (Kornkröße 8/16) in den topf einfüllen.
Topfhöhe mindestens 12 cm.
Nicht zu tief setzen, alte Wurzeln dürfen niemals ins Wasser reichen.
Wenig Wasser in den Übertopf(max. 0,5cm)füllen und den Topf mit der pflanze in den Übertopf stellen.
Das Wasser nicht einfach von oben auffüllen

Orchideen & Temperatur

Da Orchidee in allen Erdteilen zu hause sind, wachsen sie bei unterschiedlichen Temperaturen.
Sie werden in 3 temperaturgruppen geführt.
Die unten angegebenen Temperaturen sind die Nachttemperaturen, bei denen die beliebtesten gattungen am besten gedeihen.
Viele Orchideen vertragen auch sehr verschiedene Temperaturen.

WARM 18°C
Aerangis
Aerides
Angraecum
Arachnis
Ascocentrum
Cymbidiella
Phalaenopsis
Rhynchostylis
Vanda
Vandopsis

TEMPERIERT 16°C
Bulbophyllum
Catteleya
Dendrobium
Laelia
Masdevallia
Miltonia
Oncidium
Paphiopedilum
Phalaenopsis
Vanda

KÜHL 10-13°C
Angraecum
Anguloa
Bulbophyllum
Dracula
Dendrobium
Masdevallia
Oncidium
Odontoglossum
Paphiopedilum
Pleurothallis
kaktus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.06.2007, 19:42   #5 (permalink)
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Boah Jutta - jetzt hastes mir aber gegeben! :lol: :lol: :lol: Da brauch ich mal etwas mehr Zeit zum durchlesen. Werd ich aber die Tage mal machen. :wink:

Dankeschön auf jeden Fall.
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Alt 04.06.2007, 20:27   #6 (permalink)
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kaktus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.09.2007, 21:46   #7 (permalink)
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Hallo Jutta,

das war eine Fleissarbeit. Anerkennung.

Aber Orchideen-Anfaenger lesen das nicht durch - viel zu lang und speziell.
Und Orchideenprofis, oder Semiprofis, haben den Text nicht noetig.

Deshalb hier einmal ein Crashkurs in Sachen Orchideen.
Mit dieser Anleitung wird mehr als 90 % der Probleme mit gekauften Orchideen abgedeckt.


Die Pflege der meisten gekauften Orchideen ist einfach:

* Vernuenftiges Orchideensubstrat. Beim Kauf stehen sie schon in solchem. Beim Umtopfen die bessere Sorte kaufen.

* Einmal pro Woche richtig giessen. Wegen des Substrats laeuft das Wasser fast ungebremst durch. Das ist richtig so. Im Sommer mehr giessen, im Winter weniger. Zum Giessen Regenwasser (oder anderes weiches Wasser) nehmen.

* Verabschiedet euch von Uebertoepfen ohne Abzugsloch!!!
Das sind die Pflanzenkiller Nr. 1 !!!

Weil man nicht sehen kann oder nicht nachsieht, ob Wasser darin steht oder nicht.
Man kann in fast alle Uebertoepfe ein grosses Abzugsloch bohren (Steinbohrer) und dann direkt in den Uebertopf pflanzen.

* Wenn Untersetzer benutzt werden, muessen die nach dem Giessen geleert werden. Der Topf darf nicht im Wasser stehen.

* Wer seiner Orchis etwas Gutes tun will, der taucht sie hin und wieder (alle 2-4 Wochen) in ueberschlagenem Wasser. Dazu die Orchidee mit Topf in einen halbvollen Eimer mit Wasser stellen und dort ca. 30 Minuten stehen lassen.
Diese Prozedur ist kein Muss.

* Taeglich bis einmal pro Woche die Orchideen mit Regenwasser und einem Sprueher einnebeln. Das moegen sie besonders. Moeglichst so, dass sie noch vor der Nacht abtrocknen koennen. Aber auch das Einnebeln ist kein Muss.

* Wenig duengen. Alle 2-4 Wochen; im Sommer haeufiger, im Winter seltener.
Orchideenduenger verwenden oder von normalem Duenger nur 1/4 der angegebenen Menge nehmen.

* Die meisten Orchideen hell stellen. Nicht direkt Sueden, aber nahe am Ost- oder Westfenster. Norden ist besser als Sueden.
Im Sommer duerfen und sollen sie draussen im Garten/Terrasse/Balkon stehen.

* Temperatur (maessig) warm, d.h. normale Zimmertemperatur.

* Die sehr unterschiedlichen Orchideensorten bluehen entweder nur einmal pro Jahr zu einer bestimmten Jahreszeit, oder mehrmals bzw. fast ununterbrochen.
Einmal bluehende haben oft wunderschoene Blueten.

Das wars im Schnellkurs.
Kurzfassung: Nicht ersaeufen, wenig duengen, hell und (maessig) warm stellen.

Weitere Infos in verschiedenen Orchideenforen.

Gruesse

Hartmut
__________________
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so don´t give narrowmindedness or
intolerance no chance nowhere.
harrygermany ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.09.2007, 22:32   #8 (permalink)
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Bravo, besser hätte ich es nicht sagen können
kaktus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.09.2007, 09:57   #9 (permalink)
Thomas
 
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Wow Hartmut - kurz und bündig. Danke für die Tipps. :wink:
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Alt 16.09.2007, 19:02   #10 (permalink)
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Hallo

seit meine im Bad stehen gehts denen auch gut
Weniger gießen ist mehr, ich schau immer nach ob im Übertopf kein Wasser mehr ist bevor ich gieße 1 Schapsglas voll in der Woche reicht
__________________
Liebe Grüsse von Walli


Jeden Tag geschehen kleine Wunder
Walli45012 ist offline   Mit Zitat antworten
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