AW: Vertragen sich Thujas mit Nutzpflanzen?
Hallo an alle,
ich danke allen, die mir durch ihre Beiträge geholfen haben, mein Problem mit der Thuja-Hecke einzugrenzen. Da es mir derzeit auf Grund mangelnder eigener gärtnerischer Erfahrungen noch nicht möglich ist, anderen bei ihren Problemen zu helfen, möchte ich wenigstens die Erkenntnisse aus verschiedenen Foren und mittlerweile durchgeführten Internet-Recherchen weitergeben. Vielleicht nützen sie ja dem einen oder anderen Forumteilnehmer.
So wie viele Pflanzen scheiden auch Thujas offensichtlich Stoffe über ihre Wurzeln aus, die bestimmte andere Pflanzen daran hindern, in ihrem Wurzelbereich zu wachsen. Verschiedene Pflanzen gedeihen jedoch nach den Erfahrungen einzelner Hobbygärtner ganz gut im Dunstkreis der Thujawurzeln oder erleiden zumindest keine Nachteile. Genannt wurden Beerensträucher, Kartoffeln, Kräuter, Obstbäume und Walderdbeeren. Auch Gemüse wird in unmittelbarer Nähe von Thuja-Hecken angebaut, ohne daß Beeinträchtigungen aufgefallen wären, die man Wurzelausscheidungen zuschreiben könnte. Möglicherweise wird es einzelne Gemüsesorten geben, wie auch bei Gemüse untereinander, die von der Thuja-Hecke nicht toleriert werden, die vielleicht sogar in ihrem Einflußbereich eingehen. Hier hilft nur ausprobieren. Das größere Problem scheint die Wasser- und Nährstoffkonkurrenz zu sein.
Im Grunde genommen gibt es nur 2 Möglichkeiten: Entweder arrangiert man sich mit dem wuchernden Wurzelgeflecht, baut nur an, was sich mit der Thuja-Hecke verträgt und hält mit entsprechendem Wasser- und Nährstoffangebot dagegen, damit es für Hecke und Nutzkulturen reicht (Wurzelfilz bei der Bodenbearbeitung ausdünnen). Oder man baut eine Wurzelsperre ein.
Die gebräuchlichste Methode sind Wurzelsperren aus speziellen Kunststoff-Folien in 1,5 oder 2,0 mm Stärke, die frost- und UV-beständig, nagetierfest und schadstofffrei sein sollten. Diese Folien trotzen sogar Bambus-Rhizomen. Wurzelsperren aus Folien werden gegen Bambus-Rhizome 60 - 80 cm tief eingegraben. Ich denke, für Thujawurzeln wird es vielleicht auch weniger tun. Eine Wurzelsperre aus diesem Material ist bezahlbar, zumindest wenn man sich den Graben selber buddelt. Preisbeispiel: Folie 1,5 mm, 75 cm breit, pro Meter 6,49 - 5,68 Euro, je nach Abnahmemenge. Darüber, welchen Platz man den Thujawurzeln lassen muß, damit sich auch die Hecke gut entwickelt, kann ich nur spekulieren. Ich will mal annehmen, daß bei einer Endhöhe von 2,5 - 3,0 m 70 bis 100 cm ab der Baummitte ausreichen. Vielleicht kann ja noch jemand praktische Erfahrungen beisteuern.
Im Zuge der Internet-Recherche nach Wurzelsperren bin ich auch auf Alternativen zur Folien-Wurzelsperre gestoßen: Beton-Randsteine und Carport-Abdeckplatten, die genauso tief eingesetzt werden sollten wie die Folien-Wurzelsperren.
Als weitere Alternative bei aufdringlichen Heckenwurzeln wurden von Forumteilnehmern Hochbeete genannt. Dabei kann zum einen auf eine Wurzelsperre verzichtet werden, zum anderen sollen sie frühere und höhere Erträge bringen als Flachbeete. Deshalb denke ich über Hochbeete im Heckenbereich ebenfalls nach. Da fehlen mir allerdings zur Zeit noch einige Informationen.
Viele Grüße
Klaus
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